Individuelle Impfberatung

Zur gängigen ärztlichen Versorgung gehört das Impfen. Durch Einbringung von abgeschwächten oder abgetöteten Krankheitserregern, wird der Körper zur Produktion von Abwehrstoffen angeregt, die eine Erkrankung durch die echten Erreger dann verhindern können.

Grundlage für die Impfung von Kindern und Erwachsenen in Deutschland ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO).

Wie jede Therapieform kann aber auch eine Impfung nicht nur Vorteile (wie den Schutz vor schwerer Erkrankung mit bleibenden Schäden) haben. So sind grundsätzlich vor jeder Impfung die Vor- und Nachteile abzuwägen, um zu einer individuellen Impfentscheidung zu kommen.

Wichtig hierbei ist, daß die alleinige Entscheidung für oder gegen Impfungen durch den Patienten selbst, bei Kindern durch die Eltern (bzw. Sorgeberechtigten) erfolgt.

In der letzten Zeit geht man dazu über, immer mehr Impfungen gleichzeitig (Kombinationsimpfstoffe) durchzuführen. Dies ist zum einen zu begrüßen, denn die notwendige Anzahl der Impftermine wird reduziert und es wird eine Verminderung der in jeder Impfdosis enthaltenen Zusatzstoffe (Konservierungsstoffe, ggf. Quecksilber als Thiomersal sowie Formaldehyd) und Stoffen zur Wirkungsverstärkung (z.B.  Aluminium) erreicht. 

 

Andererseits stellt sich die Frage, wie das Immunsystem diese Mehrfachimpfungen toleriert.

 

Langzeituntersuchungen über mehrere Jahre sowie Placebostudien (die einen Vergleich des Impfens mit dem "Nicht-Impfen" ermöglichen würden) zu den aktuellen Mehrfachimpfstoffen (5-6 fach) sind nicht verfügbar. Im Rahmen der Zulassungsprüfung der Impfstoffe werden die Kinder lediglich während der ersten Tage bis maximal Wochen nachuntersucht. Nicht ganz ohne Beachtung sollten in diesem Zusammenhang mit steigender Anzahl an Impfungen die in den letzten Jahren zunehmende Zahl der Erkrankungen bleiben, bei denen das Immunsystem fehlerhaft funktioniert - hier allen voran die Allergien mit Symptomen von Heuschnupfen und Asthma bronchiale, etc..

In einem ausführlichen Beratungsgespräch mit Betrachtung der individuellen Situation des Kindes (Vorerkankungen, Kontaktpersonen und Infektionsmöglichkeiten etc.), der Einstellung der Eltern zum Thema Impfen unter Berücksichtigung der Kosten-Nutzen-Realtion kann eine individuellen Impfentscheidung entwickelt werden.  Diese Entscheidung stellt die Grundlage für die in unserer Praxis durchgeführten Impfungen dar.